„Thereſel“ rief er, und ſie hing froh auf⸗ ſchreyend, an ſeinem Halſe.
Aber zwiſchen den Fragen nach ſeinem Befin⸗ den, zwiſchen den Vorwürfen, daß er ſo ſelten ge⸗ ſchrieben, und ſogar nichts von allem„ was ihm auf ſeiner großen Reiſe begegnet war, kam doch immer Bürger vor.„Nicht einmahl das, was der Vater das Edelſte im Leben nennt, wie du deinen edlen Freund gefunden und erworben haſt, ſchreibſt du! O geh! Du haſt uns nicht mehr lieb. Aber du haͤtteſt ihn mitbringen ſollen; denn der Vater und wir alle ſind neugierig, euch beyde zu⸗ ſammen zu ſehen.“ Sie ſchwieg und wartete auf Antwort.
Er antwortete nicht. Er fragte nur nach allen im Hauſe. Er eilte vorwaͤrts.
„ Haſt du ihn geſprochen? So rede doch, lie⸗ ber Ferdivand! Wiir ſind ja in einer Minute ohnehin da, wo ich ſchweigen muß. Haſt du ihn geſprochen?“
„Ja liebſte Thereſe!“ ſagte er, doch mit ei⸗ nem trüben Blicke, den ſie nicht ſehen ſollte.
„Uind iſt er geſund?“
„Ja! 1 3
„Ja, und immer ja! Haſt du denn nicht ein kleines Wortchen mehr hinzu zu ſetzen? Er wird uns doch gruͤßen laſſen? Nicht?“ 4*
Der Bruder ſah die Wangen ſeiner Schwe⸗
ſter, wie ſie bey dem Nahmen ſeines verlornen
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