Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Da rief der Herr von Sonnenberg— ſo hieß er—„So habe ich denn gefunden das zweyte theuere Gluück meines Lebens, dich, dich, Braune, und nie laſſe ich dich!“

Er hielt ihn umarmt, er lehnte ſeine Stirn ge⸗ gen Braunens Stirn, und ſagte:„aber, Brau⸗ ne, bedenke, ich halte nicht freundlichſpielend das Leben wie er! Ich vergebe der Freundſchaft nichts nichts der Liebe! Ich bin eiferſüchtig, habſüchtig⸗ mißtrauiſch! Sieh, ich möchte jetzt ſchon fragen: was ſeufzeſt du? Bin ich nicht dein? O liebe mich ja ſehr! 2

„O das war er auch; aber mißtrauiſch nicht und das— o das nicht— Sonnenbergl nicht mißtrauiſch.“

„Dieſes treue, glühende Herz wurde zwey Mahl verrathen, von der Liebe, von der Freund⸗ ſchaft. Aber ſo gib du mir das Vertrauen wieder, Braunel Gib mir es wieder!“

Braune laͤchelte, und Sonnenbeeg glaubte dem Laͤcheln.

Sie blieben noch neue acht Tage bey einander, und jeden Tag wuchs ihre Liebe. Ihre Herzen wa⸗ ren eins. Ihre Seelen wurden es immer mehr.

Braune fühlte, daß Sonnenberg ihm

aͤhnlicher war als Bürgerv aber er ehrte dennoch Bürgern mehr, als Sonnenbergen. Die kleinen, zarten Vertraulichkeiten, die er Sonnen⸗ bergen erwies, die Ruhe, die er in Sonnen⸗