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Abgrunde empor riß, und den Dank verſchmaͤhte. O, haͤtten Sie ihn gekannt! wie freundlich ſpie⸗ lend er das Leben hielt, wie leicht er es trug, wie ſcherzend; und wie ernſt, wie ſtark ſein Herz war! Wie viel er der Freundſchaft vergab, wie viel der Liebe, er, der alles gab! Wie er nur über ſich ſelbſt herrſchte, nicht über das Leben, nicht über den Menſchen herrſchen wollte! Wie vertrauend er von dem Geſchick alles, alles fröhlich aufnahm, von der Hand des Freundes alles, von der Liebe alles!“ Hier ſah der Fremde Braunen ſtarr und mit einem ſeltſamen, finſtern Nachſinnen an. „Und ich habe ihn verloren,“ fügte Braune hinzu—„das werde ich ſagen, wenn eines Freun⸗ des Hand meine ergreift.“ 5 Des Fremden Hand ergriff heftig ſeine, und zog ſie an ſein Herz. „Ich werde ihn nie wieder finden, nie ſeines Gleichen!“ Da zog der Fremde ihn an ſeine Bruſt, ſchwor leiſe: er ſoll ſeines Gleichen wieder finden!“ Der Fremde hing ſich an Braunens Arm, ihn begleitend. Der Zufall hatte ihn in denſelben Gaſthof geführt. Ihre Zimmer lagen neben einan⸗ der. Er öffnete ſogleich die Zwiſchenthür. Braune ſah es nicht einmahl. 4 Er hatte die Stirn in die Hand geſtützt, und dachte an ſeinen Bürger und an ſein Schickſal. Er konnte ſeinen Vorſatz nicht abhalten; denn er durfte


