Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Auf einmahl faßte der Fremde ſeine Hand

und ſagte kalt:„glücklicher Menſch! ich habe nie

den Freund gefunden. Da wendete ⸗Braune das Geſicht nach ihm um. Und er ſah ein Geſicht, wie er ſelten geſehen

hatte. Er hatte es ſo wohl auf den griechiſchen Inſeln geſehen; aber dennoch war es ein deutſches

Geſicht: Auge und Blick voll lodernder Flammen, und Stirn und Naſe voll muthiger, feſter Entſchloſ⸗ ſenheit. Das Haupt voll ſchwarzer, krauſer Locken, die ſelbſt das Waſſer im Strome nicht geſchlichtet hatte.

Er ſah den Fremden ſanft an, und fagte: ich verlor ihn eben auf ewig!“

„Auf ewig? Wer konnte das wollen?“

„Ein hartes Geſchick.“

„Kann Geld den Freund halten?“ rief der Fremde lebendig, ſeine Hand faſſend—„ich bin reich. Reden Sie ſchnell!“

„Wie könnte Geld ihn von mir trennen? Die harte Hand des Schickſals.“

„ Das Schickſal iſt zu beſtegen, mit Muth und feſtem Willen.“

„Das eben iſt's! Sein Wille war nicht zu be⸗ ſiegen, das Schickſal wohl.“

„Er ſchien nicht ſo feſt.“

„Er war’s. Das eben iſt das Edle an ihm,* daß er immer wahr, immer das Höchſte war, und

nichts ſchien; daß er den Menſchen aus des Todes