und deine Wunſche! Suche vergebens, was du hoffeſt, und dein Herz finde Ruhe an dem Herzen des Freundes!“ 1
5.
Der Fremde ſah dem Schauſpiele mit Erſtaunen zu. Das ſeltſame, faſt unfreundliche Benehmen auf dem Nachen gegen ihn; die Reden in einzelnen, aber ſo unbedeutenden Worten mit einander, bald deutſch, bald italieniſch; die zaͤrtliche Trauer des Einen, die ſtandhafte Gleichgültigkeit des Andern hatte ſeine ganze Aufmerkſamkeit erregt. Seine Rettung, und dann die Worte, womit Bürger ſeinen Dank abhielt, die ſchnelle Trennung, die räthſelhaften Worte Braunens: das alles zog ſein Herz unwiderſtehlich an die Beyden.
Sie gingen beyde zuſammen nach Dresden zukück.
„Ich darf gewiß nicht fragen,“ ſagte de. Fremde—„wer?“ 1
Braune ſchüttelte den Kopf.
„Daß er Ihr Freund war—
„Mein einzigſter.“
„Daß er ein edler Mann— 4
„Der edelſte, den die Erde hat!“ Und er trauerte noch mehr.
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