Fremde ſtand aufrechtz, und der Stoß warf ihn in die Elbe.
Bürger ſprang nach, ergriff den Fremden, ſchwamm mit ihm dem Ufer zu, zog ihn ans Ufer mit ſeiner eigenen nahen Lebensgefahr.
Er ſah ihn finſter an, ihn, der eben aufſprang, ihm voll Dank in die Arme zu ſinken.„Geſell!“ rief Bürger, ihn von ſich abhaltend—„ich 4 gab mein Leben für deines. Denn deines mag leicht mehr werth ſeyn als das meine. Es iſt gut! Siehſt du, o ſiehſt du,“ rief er Braunen zu, der auf ihn zueilte—„ſiehſt du, wozu ich beſtimmt bin? das Schickſal bedarf meiner. Und nun, nun, du Herzensfreund, mein Pylades, ſonſt war ich's! nun leb auf ewig wohl! Hier trennt ſich unſer Weg, unſere Herzen, unſere Freundſchaft. Schlag deine Hand in meine, und ſage ja, du ſollſt deine Schwüre halten. Denn mich haͤltſt du nicht. Ich muß!
Sprich!" „O Freund, was? Jetzt?“ d „„Jetzt! jetzt! Ich ſchreibe dir immer; u
wenn meine Briefe ausbleiben: ſo wiſſe, ſo iſt alles vollendet. Leb wohl! laß uns ſcheiden wie Maͤnner!"⁷ Er ſiel an ſeine Bruſt, weinte laut, riß ſich los, und rennte davon. Braune blieb weinend ſtehen, deckte mit beyden Haͤnden die Augen, und rief:„Fahre wohl, edler Menſch! und das Schickſal trete zwiſchen dich 2*„ G


