„Das will ich; denn ſoll man von dir ſagen: ſein Buſenfreund war ein Mörder? Das verſprich mir, wenn du mein Freund biſt, wenn du nicht auch, wie er, ſagſt:„ich habe dich betrogen!“ Verſprich! denn ich muß alles aufgeben! Alles!
Auch dich!“ 4
Braune legte ſein Haupt an des Freundes
Buſen. Ihre Haͤnde fielen in einander.
„Und nun laß uns in die Gegend gehen!“ Sie gingen. Braune verſuchte, die Eisrinde von des Freundes Herzen mit Thraͤnen aufzulöſen.
Vergebens!
Sie fuhren auf der Elbe in einem Nachen nach
Dresden hinab..
Ein junger Mann, mit dem edelſten Geſichte, hatte ſich zu ihnen geſellt.
Bürger pfiff ſein Liedchen, und ſah finſter in den Strom.. 4
Der Fremde hatte es mehrere Mahle verſucht⸗ mit einem von Beyden in ein Geſprach zu kom⸗
men. Aber Braune betrachtete ſeinen Freund mi⸗ trauernden Blicken, und gab auf den Fremden nicht acht.
Derr Fremde redete mit dem Schiffer, der vorn auf dem Nachen ſtand. Der Schiffer achtete auf das Geſpräch, und gab nicht Acht auf den Na⸗ chen, welcher an einen Baum ſtieß, der im Stro⸗ me vom Ufer her lag. Der Kahn ſchwankte, Der
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