Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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ginge, nicht zu ſehen. Aber ſo erinnere du mich nicht an Thereſen! Ich habe von dem Schickſal das Amt der Parze. Ich will keinen fremden Haß mit in die gerechte Rache miſchen, nicht die Thräͤnen einer untröſtlichen Mutter, nicht meine weggewor⸗ fenen Hoffnungen, nicht Thereſens artliche Blicke, nicht den Seufzer der Liebe— ee. iebe! o macht mich nicht zu einem Irokeſen!— den ſie ütber mein Lebewohl hauchte. Ich will nur den Jam⸗ mer meiner Schweſter an ihm rächen, und dann wie Kain durch das Leben irren, wie jeder Erdenſohn, bis das Grab mich und den Schmerz verſchlingt. Ich bitte dich, erinnere mich nicht, Braune! Sag, ich habe Unrecht! ſag! ſo will ich Frieden machen mit dem Teufel, mit der Luſt, mit der Peſt!”"“ Braune warf ſich ſchweigend an ſeine Bruſt. Sie hielten ſich lange und ſchweigend umarmt. „Ich heiße nicht mehr Bürger. Mich hat das Verbrechen, ein fremdes Verbrechen, aus der Zahl der Bürger weggeriſſen. Ich bin mein eige⸗ ner König. Ich habe meine Welt für mich, in der iich unabhängig herrſche und walte. Sieh, darum heiße ich von dieſem Augenblicke an König, nicht mehr Bürger. Hörſt du? Und wenn ich mich aus deinen Armen geriſſen habe: ſo kennſt du mich nicht mehr. Begegneſt du mir: ſo ſieh mich mit fremden Blicken an, und kenne mich nicht.“ „O, Bürger! Buͤrger!“