Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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ſchaft, und zwey Mahl ſtoße ich den Dolch in ſeine

Bruſt, und rufe: das für die entehrte Schweſter, das für den verlornen Freund!“ „Ich bitte dich, Ferdinand, ¹I fuhr er nach

einer langen Pauſe fort—„mache mich nicht heiß!

Denn ich war ſo kalt, ſo kalt, und das will ich ſeyn! ſo kalt, daß ich mir ein luſtiges Liedchen pfe fe, ſo gut, als da wir noch in Italien gingen.“ „Wenn er ihr ſeine Hand gäbe, Bürger?“ „Ferdinand, wie ſprichſt du? ſoll ich wie

der Komödielk⸗Bruder auf dem Pariſer Theater,

den Treſſenhuth unter dem Arme, den Degen in der Hand, höflich auf den Burſchen eintreten, und ſagen: pardonnez- moi, Monsieur! Nein, ich will rauh ſeyn, wie der Nord! wie der Donner! Ich will ihn anfahren. Was kümmert mich, was

er thun wird! Ich bin da, nicht mit ihm zu rechten,

ſondern zu beſtrafen, was er gethan hat.

„Und Thereſe, Bürger, Thereſe!“

„O muß ich dich bitten, dich Braune, nicht meine menſchliches Blut in Gifttropfen umzuſetzen, mich nicht in eine graͤßliche Empörung gegen das Schickſal zu ziehen? Verſtehen wir uns nicht mehr? oder hat dieſe entſetzliche Büberey mich mit allen menſchlichen Gefühlen ſchon entzweyt? Rein, mein Fluch ſoll ihn nicht über die Gränze des Lebens hinaus verfolgen. Ich will mir nicht die Augen aus den Augenhöhlen reißen, wie der blinde Oedip, um das ungeheuere Weh, das ich in der Tollheit be⸗

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