Olympie faktete die Hände, ſchlug das naſſe Auge gegen Himmel, und ſagte leiſe:„o gib mir Ruhe und Frieden, guter Himmel!”“
Ferdinand ging; denn er wollte gehen,
den Weg nach Dresden. Das Geſchick ſeines
Freundes beunruhigte ihn eben ſo ſehr, als ſein
eigenes. Er dachte wechſelsweiſe an Olympien,
an den Freund, an Thereſen. Der Abſchied von Olympien hatte ſein Herz in die größte Bewe⸗ gung gebracht. Er fühlte feſt, er dürfe ſie nicht oft wieder ſehen, und dennoch hatte er dem Baron
ſein Wort gegeben und Iſabellen. Er hatte ſo⸗
gar halb und halb verſprochen, in dem Hauſe des
Barons in der Reſidenz zu wohnen.—
Obgleich der Baron tauſend Mahl verſichert 4
hatte, daß er den Unterſchied der Stände verachtete.
ſo wußte er doch wohl, wie ſehr das nur Worte
ſeyn konnten. Er wendete den Blick muthig gen
Himmel, und ſagte dieſelben Worte, die Olym⸗
pie ſagte:„O gib mir Ruhe und Frieden, guter
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Gott! 4¹ Und dann ging er ruhig weiter.
Er nahm Poſtpferde, und er kam zu rech⸗ ter Zeit in dem Konig von Pohlen, in Dres⸗ den, an.
Die beyde
eunde reichten ſich die Hnde
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und ſahen einander an, als wolllen ſie, einer in
des andern Augen leſen.
„Bruder!“ ſagte Braune mit veigen
der Stimme, an Thereſen denkend.


