Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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mit ſanfter Stimme, und die Hand ſanft auf ihr Herz drückend, das ſo unruhig pochte.

„Mein Retter war er!“ rief Iſabelle, ſich aufrichtend.

„Er iſt mein Freund.“

„Er iſt meiner! denn du ließeſt ihn kalt gehen. Olympie! Olympie! Du meinſt, well ich ein Kind bin, ich ſehe nicht. O, ich mag dir's nicht ſagen, wie die Mutter mich frägt, ob er— ob du—

Olympie zog ſie an ihre Bruſt, und bedeckre den verrathenden Mund mit Küſſen.

Aber die Kleine blieb unwillig, und ſagte es, daß ihre Schweſter nicht ihre Arme um ſeinen Na⸗ cken geſchlungen, wie ſie. Olympie erſchrack, er⸗ blaßte, und nun in der Angſt Iſabellens über ihr Erblaſſen, ließ ſie ſich von Iſabellen das Verſprechen geben, daß Sie nichts mehr von ihrem Lehrer und Freunde ſagen wollte.*

Das verſprach die Kleine, die blaſſe Wange der Schweſter mit ihren warmen Wangen waͤrmend. Die Kleine fluſterte ihr zu:„ich weiß, daß er dich ſehr liebr. Er hat dich hundert mahl gezeichnet, mich nicht einmahl wieder, als nu amahl tanzend; und das, ſo ſchön die 3aahua erdu nichts.

Das ſah ich gleich. Aber dich! 4

„Haltſt du ſo dein Verfprechen, Schweſter? ℳ

„Ich will es halten; aber ſo muß ich, ich muß fert!“ Sie rannte aus dem Zimmer.

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