Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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ſo wiſſen Sie, daß ich dann aufs neue verſchmach⸗ ten muß, und dann kann mich Niemand retten.“ Der Vater lachte kaut; aber Iſabelle ſah ihn zürnend an.

Braune verſprach dem Vater, ihn gewiß in der Reſidenz zu ſehen.

Dann nahm er Abſchied von den Altern, dann von Olympien mit leiſen wenigen Worten, die Olympie mit zitterndem Herzen beantwortete.

Ach! ſie dachte, was Iſabelle ſagte, daß ſie ja verſchmachten müſſe, wenn er nicht wie⸗ der kaͤme! Sie fühlte auf einmahl lief⸗ wie ſehr nahe er ihr angehörte. 4

Er ging. Iſabelle ſchlang den Arm um ſei⸗ nen Nacken, und hing ſo an ſeinen Lippen. Dann ſah ſie ſtolz um ſich her, und ging auf ihr Zimmer

Olympie folgte ihr. 4

Verachteſt du ihn auch?“ rief ſie zornig ih⸗ ver Schweſter entgegen—„muß er dich auch erſt vom Tode erretten, ehe du ihn lieben kannſt?“

Olympie ſchwieg; ſie legte nun ihr Haupt auf der Schweſter Schulter, und ſeufzte.

Iſabelle ſchloß ſie heftig in ihre Arme, und ri mit lauten dem Herzen kommenden Tö⸗

n:„Dich, dich, Olympie, liebte er von uns am meiſten, und du perſtößt ihn ſo hart!’“

Aber Olympie ſchwieg. Sie fühlte ie daß ſie ihn dih verſtoßen hatte.