Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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kann, dachte er: ſo iſt gar keine Gefahr daber, hier zu bleiben. Er ging mit Allen zu ihm.

Braune erklärte ſo ruhig, daß er auf die Aufforderung ſeines einzigen Freundes bis den Drit⸗ ten in Dresden ſeyn müßte.

„O ja,“ rief Iſabelle—„das müſſen Sie, wenn der Freund befiehlt. Aber Sie ſollen ſagen, daß Sie wieder kommen wollen.“

„Ich will, Iſabelle. Ich will! Ich laſſe

ja meine Zeichnungen hier in Ihrer Verwahrung, meine liebe Iſabelle!“

„Und wenn Ihr Freund beſiehlt, Sie ſollten bey ihm bleiben, mit ihm gehen: ſo müſſen Sie gehorchen?“

„Sie wiſſen, wie der Freund denken muß.“

„Das hab ich von Ihnen gelernt, und mehr noch. Aber ich,“ fuhr ſie fort, mit rinnenden Thrä⸗ nen—„ich bin Ihre Freundinn. Ich bin ein Kind, ſagt man; aber was Sie für Ihren Freund können,

kann ich fuͤr Sie, und viel ſchöner, viel feſter. Hat

Ihr Freund Ihr Leben gerettet? Hätte er das? O hätte er das, was würden Sie dann thun? Nun ſo befehl ich Ihnen, wieder zu kommen.“

„Und wahrhaftig, Iſabelle, ich gehorche. Sobald ich kann!“ ſagre er, dem Kinde ſeine Hand reichend. Es war etwas Kraftvolles, Leidenſchaft⸗ liches in dem Tone, in der Stellung des Madchens.

„So laßt ihn reiſen!““ ſagte ſie, ſich gegen ihre Schweſter wendend—„aber bleiben Sie aus:

Lafont die Pfarxe z9. II. C

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