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„Doch, lieber Bruder, du ſiehſt, daß ich mein Geſchaft gefunden habe. Darum reiche ich dir meine Hand hinüber, wo du auch biſt, und ſage: lebe wohl! Sieh, ich geh auf einen ehrlichen, unehrli⸗ chen Mord aus, und dazu gebrauche ich keines Spießgeſellens. Darum leb wohl! Leb nochmahls wohl!“
„Ich ſende dir hier einen Brief meiner Schwe⸗ ſter, damit du ihre Hand kennſt, wenn der Zu⸗ fall dich früher zu ihr führen ſollte. O, fändeſt du ſie, mein Freund, o ſ laß ihn nicht ent⸗ gehen!“
„Das iſt das Teſtament deines Freundes. Ich gehe über Dresden, den dritten will ich dort ſeyn, im König von Pohlen. Ich bleibe acht Tage dort, wenn du mich noch etwa einmahl ſehen willſt.“
„Geld habe ich; aber doch will ich leben wie ein Bettler, um genug zu haben, wenn das Schick⸗ 2 ſal ruft: der Augenblick iſt da! O wann werde 5. dieſe Worte hören!
(Drey Tage darauf)
„Iſt das nicht ein herrliches Leben, Braune!
Da hat mir das Schickſal, dieſer große Theater⸗ dichter, die Furienmaske gegeben, die Schlangen ſtatt des Haars, die Fackel in der Hand, das ſchwarze Trauerkleid, das ſich den Göttern nicht


