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gehöoͤrten, ein wenig geſpottet. Aber Braune ſagte ernſt:„Hat der Kunſtler die Furie irgend
eines Verbrechens im Buſen: ſo geht unbemerkt ein Furienzug in das Bild, das er mahlt, wie der Dichter, der edel ſeyn muß; wie will er ſonſt wiſ⸗ ſen, was edel iſt?“⸗ Das hatte Olympien unendlich gerührt,
mehr als der ganze Triumph, den Braune erhal⸗
ten hatte, mehr als alles Lob, das der Fürſt in ſeiner Abweſenheit von ihm ſagte. Olympiens Herz pochte ſeit der Zeit noch
unruhiger. Sie wünſchte nichts, ſie ahnete nichts;
aber ſie war ſich des Gedankens hell bewußt, wie glücklich das Madchen ſeyn würde, das Braune
liebte. Aber dann brach ſie raſch den Gedanken ab,
und warf ſich an ihren Zeichentiſch oder an ihr In⸗ ſtrument.
Der Vater hatte dem Fürſten verſprochen, den Künſtler mit in die Reſidenz zu bringen. Er mußte alſo ſehr weich gehalten werden. Das ſah der Baron recht wohl. Er ſah alſo über viel Klei⸗ nigkeiten weg, die er ſonſt wohl nicht überſehen haͤtte. Der Baron ſchwankte in allen Dingen, die er trieb, die er dachte, die er fuͤhlte. Er hatte Luſt; aus ſeinem Sohne einen großen Mann im Staate
zu machen; der Sohn aber wollte Soldat werden,
und er war Lieutenant unter den Garde⸗Huſaren. Wie er die aufkeimende Schönheit Olym⸗
viens ſah, hatte er nicht übel Luſt, aus ſeiner


