für den Künſtler, der ſogar ein paar Mahl im Kunſt⸗ urtheilen mit ihm zuſammen traf. Er both ihm, laͤchelnd und nachſinnend, die Stelle eines Direc⸗ tors der Kunſt Akademie und ſeine Freundſchaft.
Der Baron läͤchelte triumphirend über Brau⸗ nens Glück; aber Braune ſagte:„Ich waͤhlte den Pinſel und die Arzneykunſt, um, ganz unab⸗ hängig von den Umſtänden des Lebens, den Lieb⸗ lingsplan meiner Jugend zu vollführen. Der aͤchte Künſtler muß frey ſeyn. Er darf ſeinem Leben die Flügel ſo wenig binden, als der Phantaſie.“ Er bückte ſich.
„Freylich, Sie können ſo ſagen,“ auf das Bild ſehend, ſagte er das—„was bedurfen Sie meiner; aber ich bedürfte Ihrer.“
Der Fürſt fragte den Baron, wie er zu ihm gekommen ſey.
Der Baron erzahlte, und der Fürſt bath ihn, dem Künſtler doch ja auf den Winter mit in die Stadt zu bringen.„Vielleicht beſinnt er ſich.
Der Baron verſprach es; und der Fürſt reiste ab.
Olympie machte ihre eigenen Bemerkungen über die kleine Begebenheit. Sie verglich ihren Va⸗ ter mit Braune.
Ihr Vater, ein reicher Freyherr, ſtand vor dem Fürſten mit Anſtand; aber Braune wie ein freyer Mann. Der Fürſt hatte über die Außerung des Mahlers, daß auch reine Sitten zum Künſtler


