Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Braune kam⸗ Der Fürſt ging ihm freundlich ehrend entge⸗

gen:ſo jung noch, und doch ſo alt ſchon? ſagte er, auf das Bild zeigend.

Braune teat dem Fürſten naͤher, nicht mit

furchtſamer Sitte ſeiner Landsleute, ſondern mit anſtäͤndiger Freymüthigkeit eines Mannes, der in Italien vor Fürſten, die ſelbſt Künſtler waren, als Kuünſtler geſtanden hatte. 3

Wie haben Sie in dieſer Jugend das Ziel ſchon erreichen können?

Braune laüchelte. Er redete über die Bildung ſeines Lebens durch die ſchöne Natur, in der er ge⸗ lebt, durch die Dichtkunſt, die ſeine Phantaſie früh bewegt, durch den reinen Sinn, den ihm ſeine Erziehung unter den edelſten Menſchen heilig be⸗ wahrt hatte. Er ſchlug auch den Fleiß an, und Italien ſehr hoch. 4

Der Fürſt war in Italien geweſen. Das Ge⸗ ſpraͤch wurde lebhafter. Es warf ſich von der Kunſt auf die Nationen in Italien. Braune hatte mehr geſehen als die Gallerien: er kannte die Völker⸗ Er kannte ſogar die Fürſten.Gut! ſagte der Fürſt alle Augenblickeſchön! recht ſchön! Fah⸗ ren Sie fort!

Sie ſind ein Gelehrter? ſagte er dann.

Ein Arzt, und der Arzt gab den Mahler die* Sicherheit im Zeichnen.

Der Fürſt wurde immer mehr eingenommten