Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Wie denn? fragte er mit ſtockender Stim⸗ me, zum erſten Mahle ahnend, was die Jungfrau ſcheute, und was in dieſem Augenblicke ſein eigenes Herz verabſcheute. Er mahlte ſie als Nonne. Er hatte ihren Wunſch errathen, und ſeine eiferſüchti⸗ ge Liebe hüllte den Buſen Hebes in den keuſchen Schleyer einer Heiligen.

Der Vater mußte es zugeben; denn der Künſt⸗ ler behauptete, daß dieſes fromme Geſicht voll un⸗ ſchuldiger, zarter, heiliger Empfindung keiner Hebe zugehöre.

Das Gemaͤhlde wurde vollendet. Es war in Lebensgröße, und zog nicht allein die Bewunderung aller Menſchen, die nach Holzerode kamen, ſondern auch die beſſere Bewunderung des Fürſten auf ſich, der auf einer Reiſe in Holzerode ein Frühſtuck nahm.

Der Fuürſt blieb ſogleich vor der Nonne ſtehen, da er in den Saal trat, mit dem Ach des Entzu⸗ ckens.

Wie? rief er, da Olympie in den Saal kam, mit feurigen Blickenes iſt kein Ideal? ſie lebt wirklich? Und ſie leben Beyde in meinem Lande, der Künſtler und das Original? und ich kenne ſie nicht? Wer iſt der Mahler? das fragte er, ſeinen Blick bald auf Olympien, bald auf das Bild werfend.

Er iſt hier im Hauſe.

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