den Gewinn. Ich
— 24— ſie mit der Theilna Menſchen fühlte.
„Ich wollte ſchworen, aus war—
hme, die ihr Buſen gegen alle
ſagte ſie, da er hin⸗ ner waͤre ein edler Mann!“
Zu ihrem Vater ſagte ſie:„Ich lerne bey ihm in zehn Minuten mehr, als in der Stadt im Win⸗ ter bey meinem Lehrer in einem Monathe.“
Der Herr von Bardeſtein beſchloß alſo, dieſen talentvollen jungen Mann ſo lange bey ſich zu behalten, wie es nur möglich war. Er konnte
ihm ſogar das Opfer ſeiner Weisheit bringen, und
ſein ganzer ordentlicher Lebenslauf gerieth in eine
große Unordnung. Die Stunde vor Tiſch wurde
oft, ſtatt auf dem Bücherſaale, im Garten ver⸗
lebt; oft fehlte Braune und Iſabelle ganz.
Sie waren früh morgens auf die Höhen gegangen und noch nicht zurück. 1
Und wie gern ging Ferdinand mit Iſa⸗ bellen! denn den ganzen Weg durch unterhielt ſie ihn von Olympien. Denn Olympie war die Seele ihrer Seele..
Der Vater bath Braunen, Olympien zu mahlen; aber nach vielen Stocken kam er damit
3 hervor, daß er ihm die Arbeit bezahlen wollte.
„Es iſt mein Gewerbe, Herr Baron!“ ant⸗ wortete Braune unſchuldig—„aber ich lebe bey Ihnen. Und mahle ich Olympien, ſo habe ich
bin in Rom geweſen, in Vene⸗ dig, in Verona, wo die ſchönſten Maͤdchen ſeyn


