Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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ſingt auch. Nur nicht geldugnet; denn ich habe Sie behorcht. Aber Olympie, nun, ich will es nicht vorher verrathen!

So ging das fort; Olympie erröthete, laͤ⸗ chelte, drohete ihr, und hob nun, um Iſabellen zum Schweigen zu bringen, ein Geſpraͤch mit ihm an, das erſte, was ſie mit ihm führte. Es war nur uͤber die Gegend um Holzerode; aber ihre Stimme war eine ſchöne Muſik, und ihre Gedanken eine noch ſchönere.

Sie bath, da Iſabelle hinaus war, fuͤr ihre wilde Schweſter um Verzeihung. Sie ſagte ihm, wie das Herz des Kindes ſo unendlich zu lie⸗ ben verſtaͤnde, daß es oft ihre Mutter und ſie be⸗ unruhigte, weil alle ihre Empfindungen ſo heftig wären. Von Zeit zu Zeit hob ſie das blaue Auge auf, um ihn einmahl anzuſehen, bloß um ihren Worten einen Nachdruck zu geben.

Ferdinand hatte alle Zeit, das reitzende

Geſicht zu ſtudieren, das ihm je mehr das Ideal

der Schönheit ſchien. Er erhob ſogar das Geſpräch bis zur Rührung,

bloß nur, um den Zug des Mitleidens zu ſehen,

der dann um ihren Mund ſchwebte.

Die beyden Herzen waren weit genug gekom⸗ men in dieſer einen Zeichenſtunde. Ihm verhüllte die Kunſt die ſchöne Empfindung, die in ſeinem

Buſen an zu zittern fing. Olympie verwechſelte

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