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— 19— Ich bleibe alſo noch vierzehn Tage, dann er⸗
warte ich dich in Birkfelde bey meinen Ältern. Leb wohl!
1.
Ferdinand blieb noch, war aber entſchloſſen, recht bald abzureiſen, und nach dieſem Entſchluſſe fühlte er ſich freyer in dieſem Hauſe. Iſabelle bath ihn recht oft, die Zeichnung, die er ihr ge⸗ ſchenkt, zu vollenden.„Ja, liebe Iſabellel ich will ſie vollenden,“ ſagte er, das Kind, das ihm ſo liebte, an ſeine Bruſt drückend. Er ſuchte ſeine Ohlfarben hervor, und er zauberte Iſabellen auf die Leinwand hin, wie ſie ihr Reh wieder hielt und es an ſich drückte. Es wußte Niemand, daß er mahlte, als Iſabelle, die, alle Bemerkungen ihres Vaters nicht achtend, taͤglich zu ihm auf ſein
Zimmer kam. Sie ſaß neben ihm, wenn er mahlte.
Sie erkannte ſich, und erſtaunte, daß er ſie mahlte, ohne daß ſie ihm ſaß.
„Ich trage Sie in meinem Herzen, Jfa⸗ belle!“ ſagte er.
Das Kind ſprang auf, und, ihre Arme um ihn ſchlagend, rief ſie mit Leidenſchaft: Ich trage Sie auch in meinem Herzen, und könnte ich mahlen, ſo würde Ihr Bild, und ich wollte nie ein anderes mahlen als Ihres, die Lippen öffnen und ſagen 1


