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ihre Lippen. Sie ſchlang innig ihre Arme um mei⸗ nen Hals, und rief wie im zärtlichen Zorn:„ſo verſprechen Sie, daß Sie hier bleiben wollen! Ewig! immer! denn ich ſehe gar wohl, daß Sie fort wollen!"“
Sie hielt die Arme um meinen Hals geſchlun⸗ gen, obgleich ihre Mutter und Olympie ins Zimmer traten, um das Reh zu begrüßen und Iſabellen Glück zu wünſchen.
Aber ſie rief:„er hat mich an ſeine Bruſt gedrückt, Mutter! O, nun iſt er freundlich gewe⸗
ſen! O, nun kann ich es ihm erſt danken, daß er
mich gerettet hat! O Mutter, liebe Mutter!“ fuhr ſie heftig fort—„er trug mich den rauhen Weg im Walde. Er ſelbſt wuſch meine wunden Füße mit ſeinen Händen. Er machte mir Socken„ und band ſie ſelbſt um meine Füße. Aber nun, nun“— ſie ſchlang ihre Arme wieder um meinen Hals—„nun ſoll er verſprechen, daß er hier bleiben will! Denn er will fort, Mutter!“
Man bath mich ſo bewegt, zu bleiben, daß ich verſprach, noch zu bleiben. Iſabelle jauchzte im Hauſe umher. 4
„Um ein Reh!“ ſagte der Vater ſpottend.
„Ach, um viel mehr!“ rief Iſabelle. Wir lächelten alle; aber die Mutter druckte mir verſtoh⸗
len die Hand, und Olym pie drückte ihre Schwe⸗
ſter an die bewegte Bruſt.


