Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Sie ſprang davon. Sie beſorgte meine Sachen auf das Zimmer.

In geſchäftiger Eile öffnete ſie mir das Fenſter, zeigte mir die Ausſicht auf den See, fuͤhrte mi ich durch eine Thür auf den Bücherſaal, der ſehr ſchön war.Und nun gebe der Himmel, ſagte ſie, ſich an mich anſchmiegenddaß es Ihnen hier ſo gefällt, daß Sie nie, ach nie! wieder weg verlan⸗ gen. Nun laſſen Sie uns zu meinem Vater gehen!

Sie trat, ich möchte ſagen, ſtolz, mit mir in das große Zimmer, wo ſie mich ihrem Vater vorſtellte.

Es war eine hohe Geſtalt, mit einem zu ſtol⸗ zen Geſichte; aber ſein Weſen war einfach, ruhig oder wohl gar kalt. Er war ganz ſchwarz gekleidet, und das weiße Johanniterkreutz auf feiner Bruſt zeichnete ſich gut aus. Aber doch hätte ich ihn nicht mahlen mögen, ſo edel ſeine Haltung, ſo fein alles war, was er mir über die Rettung ſeiner Tochter ſagte.

Es war mehr eine Audienz, die er mir gab, als der Empfang des Retters ſeiner Tochter.

Die Mutter war an einem Hofe erzogen, ſah man ihr an, aber die Waͤrme und das Gefühl ihres Herzens wurde nur durch dieſe Ergiehung ver⸗ hüllt, nicht verlöſcht.

Sie drückre ihre Tochter hundsriwahl in ihre

3 Arme, ihr verſtohlen liebkoſend, und warf jedes⸗ mahl dabey ihren Blick, voll Dankbarkeit, auf mich.