Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Kunſt; und der Anblick des Hauſes ſel bſt überraſchte

mich, da ich doch gewohnt bin, etwas zu ſehen. Das Haus ſtand auf einem ſchönen Hügel,

der vorn ſanft ablief zu einer ſchön gehaltenen Wieſe,

die mit ſchönen Ufern einen kleinen See einfaßte,

der lieblich und hell der Gegend einen unausſprech⸗ lichen Reitz gab. Von hinten lief der Hügel ab zu einem dunkeln Gebüſch von Ulmen und Linden, aus deren Grün die rothen Dächer des Dorfs, und der blaue Thurm der Kirche hervorragten. Rings⸗ um, als ob das Dorf eine Partie des Gartens machte, lief bald Garten, bald Park, bald Wald, bald Feld mit weiſer und verhüllter Kunſt ſo ver⸗ ſtändig wechſelnd mit Hügeln, Höhen und Thaͤ⸗ lern, bis tiefer hin ſchroff aufſteigende Berge und Felſen dem Ganzen etwas Erhabenes gaben. Das Haus hatte einen hohen Saͤulengang in der Fronte; die Verhaͤltniſſe waren ſchön, und dar⸗ um ſchien es beym erſten Anblick klein.

Wir ſtiegen aus, und Ifabelle bath ihre Mutter, daß ſie mir meine W Wohnung anweiſen dürfte.

Sie führte mich, meine Hand faſſend, eine Treppe hinauf, öffnete eine Thür.Hier! ſagte ſie, das Auge zu mir in lachender Liebe erhebend, und ihr Haupt an meine Bruſt legend, in anmu⸗ thiger Gütehier! gegenüber wohn ich! Ich nuß in Ihrer Naͤhe bleiben,