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„Olympie! Deine arme Schweſter weiß nun, was Verlaſſenheit, was verhungern, und, o guter Himmel!“— hier ſtreckte ſie mir die Arme ent⸗ gegen, was ſie noch nie mit dieſem Muthe gethan harte—„was Rettung, was ein Retter iſt! O lieber, lieber Retter, was mir auch noch begegnen mag: ſo wird jede große Freude mich an ihr Ge⸗ ſicht erinnern, das mir ſo froh und muthig entge⸗ gen läͤchelte, da ich die Augen voll Angſt aufſchlug!“ Sie reichte mir beyde Haͤnde. Sie zog ſich an. Man hatte ihr Kleidung mitgebracht. Sie trat⸗ umgekleidet, zu mir unten in das Wirthszimmer, und bath mit einem Blick voll ſüßer Liebe, den ich nie beſchreiben, aber wohl mahlen kann, mich, ſie nach ihrer Heimath zu begleiten.
Die Mutter bath mit ſo ſichtbarer Güte, Olym⸗
pie auch mit Blicken nur und einer Verbeugung,⸗ daß ich einwilligte, und ſo kam ich hier in Hol⸗ zerode an.
Ich kann nicht Pbrechen. ſo gern ich möchte, um nicht die erſten Eindrücke zu verlieren.
Wir kamen nach einer Viertelſtunde in den
ſchönſten Wald, durch den überall breite Wege ge⸗
hauen waren, und am Ende jedes Weges ſtand als Geſichtsziel eine Kirche, oder ein blauer Berg⸗ oder ein wilder Felſen.
Je mehr wir uns dem Gute näherten, deſto mehr ſah man überall die Spur einer verſtändigen
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