Ich las Iſabellen den Brief vor; ſie laäͤ⸗ chelte, drückte meine Hand, und ſchlief ein.
Ich ſaß an ihrem Bette, und zeichnete die Seene, da ich ihr zu eſſen gab, und mitten in mei⸗ ner Zeichnung wurde ich überraſcht, durch die An⸗ kunft ihrer Mutter und ihrer Schweſter.
Die Mutter öffnete die Thür mit einer großen Heſtigkeit. Ich winkte ihr zu, ſtill zu ſeyn, und zeigte auf das ſchlafende Maͤdchen.
Ich ſagte ihr leiſe:„ſie iſt vollkommen geſund. Was ſie bedarf, iſt Schlaf.“
Die Mutter trat an das Bett. Ich nahm das Licht. Sie ſah, wie ruhig ihre Tochter ſchlief, mit wieder blühenden Wangen. Sie kniete nieder an dem. Bette, an ihrer Seite ihre alteſte Tochter. Die Mutter küßte der Tochter Halstuch, was von der Schulter herab hing, und benetzte es mit Mut⸗ terthraͤnen.—
Ich bath nur leiſe, den erquickenden Schlum⸗ mer nicht zu ſtoͤren. Die Mutter ſetzte ſich an die Seite des Bettes, die Schweſter auf den Stuhl, auf dem ich geſeſſen und gezeichnet hatte.
Die Mutter bath mich, ihr zu erzählen, was
ich wußte.
Ich erzahlte, und ließ, was die Mutter angſti⸗
gen konnte, weg.. „und dieſe Zeichnung,“ ſagte die Schweſter, die Olympie hieß—„ich erkenne Iſabellens
Züge. O mein Herr, geben Sie mir das Blatt zum
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