Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Mahl. Der Wald wird immer dicker und rauher. Sie ſucht immer angſtlicher den Weg, und findet keinen. Erdbeeren ſind ihr Eſſen. Die Angſt treibt ſie zum Laufen. Sie muß in der fürchterlichen Ein⸗ öde die Nacht bleiben. G So ſchweift ſie drey Tage lang, kaum das Le⸗ ben friſtend mit Erdbeeren, den Durſt ſtillend mit jedem Naß, was ſie trifft, umher. Die Dornen denn ſie muß, fühlt ſie, immer gerade ausgehen, wenn ſie aus dem Walde will die Dornen zer⸗ reißen Kleid, Haut und Fuͤße. Die Schuhe, die

Strümpfe ſind zerriſſen. So bleibt ſie endlich den

dritten Tag da liegen, wo ich ſie fand.

.Ihre Schuhe waren nicht zu gebrauchen. Ich wand nun ihre Füße in ihren Schahl, aus dem ich, ſo gut ich konnte, Socken gemacht hatte, und ſo traten wir unſre Reiſe an..

Sie hing in meinem Arme. Auf dem rauhen Wege trug ich ſie mehr, als ſie ging, und ſpaͤt genug erreichten wir das Dorf, wo ich wohnte.

Sie war ſo ermattet, daß ich ſie ſogleich, nachdem ſie etwas Warmes gegeſſen hatte, zu Bette

gehen hieß.

Ich ſchrieb an die Mutter, um ihre Angſt um die verlorne Tochter zu ſtillen, und ſendete den Brief mit einem reitenden Bothen nach Holzerode. ich bath ſie, ihrer Tochter einen Wagen zu ſenden, da ihr Umherirren ſie ermüdet haͤtte.

Holzerode war eine Stunde von uns.

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