Der Wein erquickte und ſtärkte ſie ſichtlich. Dann ſtand ſie auf. Sie zeigte nun auf den Bach. Sie wollte ſich waſchen. Sie taumelte aber; denn jetzt erſt fühlte ſie die Wunden an den Füßen, und die entſetzliche Ermattung vom Gehen und vom Ang⸗ ſtigen.
Ich führte ſie langſam an den Bach. Sie wuſch ſich Geſicht, die Arme, und trocknete ſich mit ihrem Schahl. 3
Dann aß ſie wieder ein Wenig, und trank
wieder ein paar Tropfen Wein.
gehen? „Jetzt weniger,“ ſagte ſie, mich laͤchelnd an⸗ ſehend—„als vorhin.“
Ich ſchlug vor, die Füße mit Wein zu waſchen. Sie erröthete, und antwortete nicht, vor ſich niederblickend. „Die Noth gebiethet, mein liebes Kind! ſagte ich ſanft—„ich will ſo lange weggehen.“ „Ach,“ ſagte ſie—„ich kann's nicht. Ich habe die Kraft nicht.“ „Nun denn, ſo erlauben Sie mir!“ 3„Unmöglich!“ ſagte ſie, tief ihr Geſicht nie⸗ derbeugend.. „Sie müſſen eine Stunde gehen, und— denken Sie die Angſt Ihrer Altern, mein Kind!“ „O meine Mutter! Ja, ich kann gehen.“ Sie
ſtand auf, ſie trat auf ihre wunden Sohlen, ſie 4
Ich fragte ſie, ob ſie nun im Stande ſey, zu
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