Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Ich ging mit Sonnenaufgang in den dunkeln heiligen Dom des hohen Waldes Zeichenbuche und Lebensmitteln für einen ganzen Tag. Ich ging einem Bache nach, der mein Faden der Ariadne ſeyn ſollte aus dieſem ſchönen Labyrinthe G der Eichen; und in der wildeſten Gegend, wo über⸗ einander hingeworfene Felsſtücken dem Bache jeden Ausweg zu verſperken ſchienen, ſah ich ein ſchla⸗ fendes junges Maͤdchen von zwölf Jahren.

Ich erſtaune; ſie trug ein weißes Kleid von Atlas, das aber hin und wieder zerriſſen war, ſeide⸗ ne Schuhe und Strumpfe. Das Haar hing, aus ſeinen Locken geriſſen, an den Schlaͤfen nieder, von Schweiß verwirrt und zuſammen geklebt. Die ſchönen weißen Arme und Hände waren von Dor⸗ nen geſchrammt und zerriſſen. Das Geſicht bleich und matt; der Schlaf aber feſt und ſüß, in lan⸗ gen Athemzügen. Ein zerriſſener Schahl von Seide

lag unter ihrem Haupte.

Ich ſtand und betrachteie die ſchöne, im Schlaf verſunkene Geſtalt des Kindes. Ich haͤtte ſie zeich⸗ nen können, wenn nicht das alles mir geſagt häͤtte,

daß ſie hierher nicht, und ſo nicht von einem gewöhn⸗ lichen Zufall gebracht war. JIch ſetzte mich zurüͤck, und ließ ſie ſchlafen.

Sabald der erſte Sonnenſtrahl ſie traf, er⸗ 3 re

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mit meinem

ſprang erſchreckt auf, rang die Hände,