Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Herz.

Ferdinand an Buͤrger. Holzerode.

Mazg das Leben ein Traum ſeyn, wie Tauſende ſagen, mein Freund: ſo ſchlage ich dennoch an die⸗ ſes warme Herz, und ſage: ich bin keine Traum⸗ geſtalt! Laß das Leben zerrinnen wie ein Traum, beym Hahnengeſchrey des Todes, ſo ſtehe ich feſt⸗ und das Grab muß meinen prophetiſchen Traum erfüllen! Freylich, da wir auf dem Altane von Ma⸗ ria del Monte ſtanden, ſchien uns ie Gegzend ein Garten, mit Grün bedeckt.Welch ein Paradies! riefen wir Beyde. Und da wir hinein traten in die gelben, verbrannten Wieſen, ſehnten wir uns zu⸗ rück in den Frühling, oder in unſere ſchöne Hei⸗ math. So mag das Leben taäuſchen; aber das Va⸗ terland liegt vor uns am Ende des Weges! Und

... wir ſielen einander liebend in die Arme.

Ich kam in Deutſchland an. Die erſte ſchöne Gegend in Schwaben hielt mich an. Die ehrlichen

Geſichter mit den blauen, ruhigen Augen, die va⸗

terlaͤndiſche Sprache, die bekannten Sitton, die ſchönen, dunkeln Eichenwaͤlder, alles bewegte mein

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