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das Mitleiden, die Unſchuld der Kinderwelt, das
Familienleben, die Freundſchaft, der Tod, das Grab, und ſein Schmerz.““
„Was man das Göttliche an der Madonna nennt, iſt nichts, als das Reinmenſchliche: Un⸗ ſchuld, Liebe, Heiterkeit, Güte! Was an Jeſus: Muth, Geiſt, Sanftmuth und feſte Standhaftig⸗ keit! Was die Geſchichte bezeichnet, iſt für uns be⸗
deutend, aber für die Kunſt faſt immer ein Man⸗
gel. Laſſen Sie eine Madonna nach Jahrtauſen⸗ den in einem Herkulanum übrig bleiben: ſo wird man ſagen: Eine liebende Mutter! Aber die Klei⸗ dung mußte ſchöner ſeyn und das Kind lächelnder⸗ Mahle der Künſtler, was die Zeit verlangt; aber er vergeſſe in den ſchönſten Stunden der Begeiſte⸗ rung nicht, daß die Poeſie höher iſt als Geſchichte. Laſſen Sie Euripides Iphigenia vergeſſen ſeyn: ſo ſtört Artemis in den Wolken die ſchoͤne Täuſchung auf dem koſtlichen Bilde von Venla, weil Nie⸗ mand ſie kennen kann. Shakſpearens Hezen in Makbeth waren drey alte Weiber, in Lumpen ge⸗ hüllt, und ſie ſetzten die Zuſchauer in Schrecken;
denn ſie glaubten daran. Jetzt muß der Maſchiniſt
„
ſeine ganze Kunſt verſchwenden, um der Hexen
Umgebung furchtbar und fremd zu machen. Die
Hexen ſind nicht furchtbar. Ihre Zeit iſt hin.—
Die Alten ſchrieben unter ihre Gemahlde die Nah⸗ men der Figuren, und thaten wohi daran. Wir
wollen feiner ſeyn; aber iſt nicht der Schmetter⸗
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