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ten Welt keine Altern hatte, keinen Verwandten, ein Ungluck ſey oder ein Gluck. Aber er war in dem Augenblick mündig geworden. Unter Trom⸗ petenthall und P nſchlag, unter wehenden Pa⸗ nieren des Ruh und der Ehre trat er in die Schranken der Ehrenbahn großer Thaten, die Lie⸗ be zu vergelten, die Fremde an ihm gethan, und den Nahmen, den er noch erſt erfahren ſollte, und ſeine Verwandten mit Ehre zu krönen.
Seine aufgeregte Phantaſie zog um die Wie⸗ ge mit dem ſchlafenden Kinde einen leuchtenden
Kranz.„Die Welt iſt mein!“ ſagte er erſt leiſe;
aber dann wurde ſeine Stimme immer ſtaͤrker. „Dieſer ungewiſſe Sand iſt mein Vaterland, die⸗ ſe brauſenden Wellen! Die Menſchheit iſt mein Landsmann. Ich allein bin frey! mich bindet keine Kette, als die mein Wille mir anlegt. Ein Sohn des Glücks! des Schickſals Sohn!“ Die Unheil weisſagenden Worte des Oidipus wiedev⸗ hohlte er oft mit dem Stolze der jugendlichen Hoff⸗ nung. Er drang mit ſeiner Phantaſie hinein in die Welt, an ihre fernſten Graͤnzen. Die ganz unbeſchraͤnkte Freyheit, in der er ſich auf ein Mahl ſah, gewann unbeſchreibliche Reitze für ihn. Der Jüngling dachte nachher nicht ein Mahl daran, welch eine unzerreißliche Kette ihn an Braunens Familie feſſelte. Sein verwirrter Plan, ſeine dun⸗ elſten Hoffnungen, ſeine geheimſte Sehnſucht hat⸗ (te einen Halt bekommen. Er kußte den Boden,


