fend gelegen. Stumm hörte Ferdinand den alten Fi⸗
— 210—
„ Das? wie denn ſo? da?
„ Nun auf der Watte, meine ich. Da fand ſie Herr Braune. Eine Stunde nachher war
die Fluth, Springfluth dazu zuhenn es war Voll⸗ mond. Da wars ums Lebe ehen.“ f
„Mein Gott, Alter! fan Warte? Was heißt das?“
Der Fiſcher merkte, er hatte etwas geſagt, was der junge Menſch nicht wiſſen ſollte. Aber er hatte zuviel geſagt, er mußte erzaͤhlen. Er er⸗ zählte alles. Er ſetzte ihn an die Watte über; er zeigte ihm die Stelle, wo er in ſeiner Wiege ſchla⸗
mich, auf der
ſcher an. Dann bath er ihn, nach einer Stunde ihn von der Watte wieder abzuhohlen. Ferdi⸗
nand war allein, mitten von dem rauſchenden
Meere umgeben. Er wendete ſeine Blicke in alle Weltgegenden, und fragte die daher rauſchenden Wellen und den
Mond, der wieder voll aufging, und die Seemö⸗ wen, welche die weiße Bruſt in das Meer da⸗ herſchießend, tauchten:„o wer iſt meine Mut⸗ 4
ter?
Er warf ſich in den Sandhafer, der die
Watte bedeckte. Er ſah den Mond immer höher
heraufziehen am Himmel, und mit ihm die Nacht und die Sterne, und er ſann nicht heraus, ob die Nachricht, die er erhalten, daß er in der wei⸗
H


