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Braune ſah recht wohl, wie in des Juͤng⸗ lings Bruſt jetzt die Phantaſie, das Herz, das Blut und die Ruhmbegierde alle auf einmahl, die Rieſenfluͤgel erhoben, wie der Zugvogel, den die
8 Frühlingslüfte anwehen. Er zog ihn näher an
ſich, und ließ ihn lernen und arbeiten, und ſchrei⸗ ben unabläſſig. Der Vater machte dem ſich aus⸗ dehnenden Geiſte des Jünglings Raum. Er nahm ihn mit auf kleine Reiſen. Er fing Engliſch mit ihm an, und gab ihm den Shakſpeare in die Hand, und die Geſchichte der Welt, einen höhern Shakſpeare. Er leitete die ſchwellende Kraft, die wie die Samenſchote einer Balſamine, bey der
kleinſten Berührung, aufſpringt, auf die Wahr⸗
heit, auf die Tugend und auf das Schöne.
Er war Willens geweſen, ihn gerade jetzt auf eine Schule zu ſenden; aber er wagte es jetzt nicht. Er öffnete ihm jetzt alle Pforten des Lichts und der Philoſophie, und ließ ihn die drey großen Glieder der Wahrheit: die Tugend, die unſterblich⸗
— t und Gott zuſammen ſetzen zu einer lebendig
blühenden Pflanze der Religion, nicht zu einer
trocknen Pflanze in Herbarien der Metaphyſik.
Die Dichtkunſt gab der Wahrheit ihre Seraphs⸗ flügel und die himmliſche Menſchengeſtalt und die
erwachende Liebe ſeines Herzens verband alle mit
dem heiligen Bande der Liebe, beyde Welten, bis 4 Wahrheit mit dem Schönen. Aber noch immer waren ſeine Wünſche nahmen⸗


