Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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— 198— Da wendete ſich die arme Mutter.

ab, und ſagte zu Boiſen:„Die Vergeltungs⸗

ſtunde iſt gekommen, Oheim! und hart, hart ſtrafend!“

„Aber auch der Verſoͤhnung ſchoͤne Stunde, Nichte, an dem Herzen Ihrer Enkelinn.“

Da warf die Großmutter ihr Haupt, verber⸗ gend, in den Buſen der Tochter, und weinte laut, und da fanden ſich die Lippen der Mutter und Toch⸗ ter, und die Tochter, eingedenk des ehrwürdigen Alters der Mutter, kniete noch einmahl, und die Mutter, erhoben von der Stunde der Vergeltung und Verſöoͤhnung, legte die zitternde Hand auf die Stirn der Tochter, zum Segnen, und Boiſen rief:„nun, zum Geyer! gab's in allen Ihren Geſellſchaften eine ſolche Stunde?““

„Nein,“ antwortete die Nichte—„aber es iſt gut, daß Ihre Bemerkung den ſchönſten Triumph meines Lebens mildert.“

„Pah, das ſollt er nicht: denn mir ſtehen ja ſelbſt, Freuden und Triumphthranen in der Bruſt! Nichte, auch wir ſind verſöhnt!“

„Nun brachte Dinchen die beyden Kinder⸗ „Mein Sohn Ferdinand, meine Tochter The⸗ reſe!“ Sie ſagte weder Boiſen, noch der Groß⸗ mutter, daß Ferdin and ihr Sohn nicht war.

Der erſte Empfang war nun vorüber. Alle Anſtalten wurden nun getroffen für ihr hieſiges Le⸗ ben. Braune und ſeine Frau reiſten ſchnell zu⸗