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Sie fing mit Eifer an, die Aufſeherinn des Gutes zu werden. Und ſie fing an zu fühlen, daß nützliche Beſchaͤftigungen fähig ſind, eine ruhige, ſanfte Gluͤckſeligkeit zu verleihen.
Manchmahl kehrten die alten Wuünſche zurück; eber Boiſens ſtrenger Blick hielt ſie ab, und ſo hatte ſie ihre Geſchäͤfte und ihren Umgang ſchon lieb gewonnen, da ihre Enkelinn angekommen, und mit Boiſen im Geſpraäch über ſie war.
Boiſen hatte Eberhardinen alles er⸗
zaͤhlt. Er führte ſie nun in das Wohnzimmer ih⸗
rer Aeltenr.
„Sieh, Dinchen, wir hoben hier unſern Stammbaum auch. Das war dein Pater, das deine Mutter, das der edle Oberförſter, und das
Liebröschen, die Liebröschen blieb bis in
den Sarg; das ſind deiner Aeltern Kleider!“— Dinechen war außer ſich. Sie küßte der Mutter
und ihres Vaters Kleid. Sie benetzte es mit Thraä-⸗ nen. Sie ſchlug der Mutter Halstuch um ihre
Schultern, ſie ſetzte den Hut der Mutter auf ihre Locken. Ihr Mann hingegen häͤtte gern die Pup⸗ pe geküßt, weil damit ſeine Dine als Kind ge⸗ ſpielt hatte. Er hatte ein wahres Verlangen dar⸗
nach; und waͤre nicht der ſtrenge B oiſe n da ge⸗ 3
weſen, wer weiß, was er gethan häͤtte.
„Hier will ich wohnen 2 rief Eberhardi⸗ ne, ihrem Mann an die Bruſt fallend; obgleich es in der erſten Stunde ihr Entſchluß Leueſen war,


