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Stammbaͤume, die ja ich geſehen habe. Ein ar⸗ mer Prediger, ſo arm, daß ihn die junge Frau
aus Mitleiden nahm, ſo wie er ſie; denn ſie war
eben ſo arm.“ „Arm? und dieſes Gut?“
„Sie weiß, nach dem Befehl ihrer Mutter und auf meinen Rath, nicht ein Wort von dem Gute. Ihre Aeltern hatten erfahren, wie gefaͤhr⸗
lich der Reichthum ſeyn kann.“ Hier ſeufzte die
Mutter. 3
„Auch will ich wetten, häaͤtte ſie den armen Prediger nicht bekommen, war ſie Fraͤulein Boi⸗ ſen und reich.“
„O, wo iſt ſie? wo iſt meine Enkelinn?“
„Sie kommt, ſobald es Zeit iſt.“
Mehr brachte die Mutter von ihm nicht her⸗
aus. Aber ſie hörte von andern, von den Leu⸗
ten im Hauſe, von dem Prediger, von dem
Juſtizgamtmann, mit denen allen ſie höchſt
freundlich umging, wie unendlich glucklich ihr Sohn mit ſeiner Sophie gelebt hatte; wie tu⸗ gendhaft, wie ehrwürdig die ganze Familie, deren
Haupt der Oberförſter geweſen war, nicht nur dem Dorfe ſondern der ganzen Gegend geweſen war.
Ach, ſie mußte oft gen Himmel ſehen, weil ſie vor Beſchaͤmung die Erzählenden nicht betrachten konn⸗ te! Sie verglich ihr Leben mit dem Leben dieſer
glücklichen Familie, und ihr Herz ſchlug in ſchmerz⸗
lihe Reue.
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