Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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— 194— zimmer— denn weiter war der Brand nicht ge⸗ kommen— gerade ſo zu laſſen, wie es den Tag vor dem Brande geweſen war, um es zum Anden⸗ ken der Aeltern für die Tochter aufzubewahren.— Das alles darf hier niemand anrühren.“

„Wo iſt die Tochter?

„ Bey ihrem Oheim. Sie kommt erſt wenn ſie vier und zwanzig Jahr alt iſt. Das iſt der Be⸗ fehl ihrer ſterbenden Mutter. Der Herr von B d i⸗ ſen weiß alles.“ G

Boiſen trat eben in's Zimmer.„Gott, lie⸗ ber Oheim!“ ſagte ſie, tief bewegt—„ich dachte, mein Sohn lebte. Hier wohnte er alſo, und das alles, ſein Rock, ſeine Buͤchſe, ſein Hut, ſeiner Tochter Puppe, und— meiner Schwiegertochter Hut dort, und hier ihre Arbeit! O Herr von Boi⸗ ſen, darf ich's berühren?“ Boiſen nickte. Die Mutter nahm das Strickzeug, küßte es, und trock⸗ nete ihre Thräͤnen danfit ab. Dann drückte ſie des

Sohnes Rock an ihre Bruſt.„O mein Gott,“ ſagte ſie—„hieß er denn Balke? warum denn?“

Sie hatten ihm ja ſeinen Nahmen unterſagt.“ Sie wendete ſich ſeufzend ab.

„Und dieſes Gut,“ fuhr ſie wieder fort— „war ſein Eigenthum? O Sie großmüthiger Mann! Und meine Enkelinn iſt jetzt die Beſitzerinn des Gu⸗

s? O ſagen Sie mir alles, lieber Oheim! Ein

Prediger iſt ihr Mann?

„Ja, aber er ſteht in einem der ſchönſten