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Won ungefaͤhr hoͤrte ſie, daß Boiſen in der Stadt war. Sie bath ihn ſchriftlich um einen Beſuch. Und nun zitterte ſie vor dieſem Beſuche; denn das hatte ihr Sohn geſagt: was würde der Fremde, der Freund Eugens nicht ſagen? Boiſen kam. Er erſtaunte vor dem Auf⸗ enthalte der Frau, vor ihrer Kleidung; aber er erſtarrte, da endlich die Mutter, durch ſeine Gü⸗ te kühn gemacht, ihm ihre letzte Unterredung mit ihrem Sohne erzählt hatte.„Ja, Nichte,“ rief er erblaßt, und ſtieß den Stock auf den Boden— „er hat die Wahrheit geſagt! aber, bey Gott, dem Vergelter! er ſoll ſich auch hören. Kommen Sie mit mir! Keinen Tag länger ſollen Sie unter dieſem mit Fluch beladenen Dache bleiben. Mein Wagen halt vor dem Hauſe. Kommen Sie, wie Sie ſind!“ Er ergriff ihren Arm, aber ſtatt ſie an die Treppe zu führen, die troſtloſe Mutter, die ihre Augen mit ihrem Tuche bedeckt hatte, führte er ſie in den Geſellſchaftsſaal, wo der ganze Adel verſammelt war. Die Mutter bebte; aber ſi mußte folgen. Der Anblick der ſchlechtgekleideten Frau an dem Arme des Alten, deſſen Geſtalt, und deſſen
zornig funkelnde Augen Ehrfurcht gebothen, machte
den Saal ſo ſtill, wie ein Grab. Alexander trat erſchreckend hervor. Boiſen hielt ſein Rohr ihm entgegen, u um ihn in der Jene zu halten.—


