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Sohn gewarnt. Sie hatte ſich, ihn beleidigend, in aller Feindſchaft von ihm getrennt. An ihn,
von dem ſie allein Hülfe erwarten konnte, durfte
ſie ſich nicht wenden..
Sie wendete ſich noch einmahl, ſich lange auf dieſe Stunde vorbereitend, um Muth zu ha⸗ ben, an ihren Sohn.
Er hörte lächelnd die Klagen der Mutter, die aus einem gebrochenen Herzen kamen, an, und wurde nicht gerührt.„O,“ rief ſie— kannſt du
mich, deine Mutter, die dir das Leben, ihr Ver⸗
mögen gab, ungerührt in dieſer armſeligen Klei⸗ dung ſehen, verſtoßen in ein dunkeles, enges Kaͤm⸗ merchen, was ſonſt fur meine Domeſtiken zu ſchlecht war? verſtoßen, ſo hart verſtoßen, von deinem Tiſche, aus deinen Geſellſchaften? verſpottet, ver⸗ achtet von deinen Leuten; O daß Roſamunde noch lebte!“
„Die Sie ins Grab warfen?“
„O daß mein Sohn Eugen noch lebte!“
„Den Sie enterbten, und verfluchten?“
„Da erſtarrte das Mutterherz„ und ihre Stim⸗ me und ihr Muth. Sie wendete zum erſten Mahle den Blick gen Himmel, und ſagte:„ich habe es verdient! Aber mußteſt du es ſeyn, Alexan⸗
der, mußteſt du der Henker ſeyn, der mich fol⸗
tert? O! 14 Sie ſchlich bebend und furcheſam auf ihr Kräm⸗ merchen zuruck.


