Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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„Zittre nicht Dinchen! Die Vergeltung hat ſie ergriffen. Die ſtolze Frau trat nach dem Tode ihres Mannes, ihrem Sohne, deinem Oheim, Alexander, dem hartherzigen Teufel, ihr Ver⸗ mögen ab; und der Undankbare mißhandelte die Mutter, bis ſie ihn verließ. Dann ließ er ſie darben.“

Es war ſo, wie Boiſen erzaählte. Ale⸗ xanders Frau— die Mutter hatte dieſe gläͤn⸗ zende Verbindung geſchloſſen— war eben ſo hab⸗ ſüchtig, wie die Mutter, die auf ihr weggegebe⸗ nes Vermögen noch immer trotzte. Ein furchtba⸗ rer Haß entſtand unter den beyden Weibern. Aber in dieſem Kampfe ſiegte die junge Frau vollkom⸗ men. Die Schwiegermutter wurde von den glän⸗ zendſten Geſellſchaften ausgeſchloſſen. Unter dem Vorwande einer neuen Einrichtung des Hauſes, wurde ſie auf ein kleines Hinterſtübchen verjagt. Ihre Jungfer, die ihrer Frau Partie, und mit Eifer nahm, wurde aus dem Hauſe verwieſen. „Meine Jungfer ſteht zu ihrem Befehl, wenn ich ſie nicht gebrauche,“ lispelte höhniſch die junge Frau. So ſank die Mutter von einer Stufe ih⸗ res ganzen Glücks, bis auf die tiefſte Stufe des Elendes herab, wo ſie allein, verlaſſen auf ihrem Hinterſtübchen ſaß, in dem jeder vorfahrende Wa⸗ gen über ihr Herz rollte. Sie fand keine Freun⸗

de, und ſo war ſie furchtſam geworden. Boiſen

hatte ſie bey dem Kode ihres Mannés vor Ihrem