Jan den Herrn von Boiſen in Birkfelde,
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den wahren Nahmen des Kindes und ihr Vermö⸗ gen zu verſchweigen. Man ſetzte das zwanzigſte Jahr feſt, wo ſie alles erfahretten und Boiſen nahm es auf ſich, die Sache e aͤndern, wenn es nöthig ſeyn ſollte.
Sie ſchrieb an ihre Tochter, und verwies ſie
oder an den dortigen Prediger, der ihr über ge⸗ wiſſe nothwendige Dinge Nachricht geben wuͤrde. Sie erzählte ihrer Tochter ihr glückliches Leben mit ihrem Manne; ihren glücklichen Tod mit ihm, der Eberhardinen das Loben gerettet hatte.
Sie ſchrieb lange, bald kleine Aufſaͤtze, bald laͤngere, über das Leben, über den Tod, über die Liebe, über das Glück, inhaltſchwere Gedanken;z denn eine Sterbende wars, die ſie ſchrieb. Sie bezeichnete die Papiere mit Nummern. Boiſe n ſiegelte ſie ein, und Sophie emachte die Aufſchrift an ihren Bruder. 8
Nun war alles vollendet. Sophiens See⸗ le war wie ein Tempel der Alten, dunkel und ſtill. Aber im Dunkel ſtand die Geſtalt der Gottheit. Sie war nie ſo heiter geweſen als jetzt, ſie ſchaute den Tod ſo lange mit Laͤcheln an, bis er die Ge⸗ ſtalt ihres Genius annahm, und ſie fragte ihn an jedem ſchönen Morgen:„Kommſt du heute?“ bey jeder Abendröthe:„Suchſt du mich morgen? Ach, ſie gab ihren trauernden Verwandten mit ih⸗


