le der Landhaushaltung; aber ſie nahm dennoch
ihre Nachbaren in Rath, und ſo gewann alles ein
lachenderes Anſehen. Der Garten wurde noch im Winter von Braunen ſelbſt für das Frühjahr be⸗ arbeitet. Die Felder wurden beſſer von der Ge⸗
meinde beſtellt: denn Eberhardine war auf dem Felde, und dagegen hatte ſie am Abend die jungen Töchter der Bauern bey ſich, und unterrichtete ſie in weiblichen Arbeiten: alles nach den Grundſaͤ⸗ tzen des alten Patriarchen. Der Garten wurde be⸗ pflanzt mit Fruchtbaͤumen und Küchengewächſen,
unnd wie raſch, und wie ſüß wurde die Arbeit! denn Dinchen und ihr Mann waren die Ar⸗
beiter ſelbſt. Einen Bienenſtock gab die Mutter her; und da Dinchen das Geſchaft liebte, mach⸗ ten die Bauern in Holme und aus ihrem vaͤter⸗ lichen Dorfe ihren Bienenſtand vollſtändiger. Ihr Viehſtand wurde vermehrt. Dinchen hielt eine rüſtige Magd, und ſie ſelbſt war überall.
Braune kam mit den Bauern zuſammen;
ſie lernten ſeinen uneigennützigen Charakter achten, und ſie fingen an zu prophezeihen:»Der Patriarch
würde bey ihnen wieder aufleben.« Ueber die Schu⸗ le hatten ſie ſchon lange die Köpfe zuſammen ge⸗
ſteckt; denn ihre Kinder, die den Paſtor zu lieben
an fingen, lernten fertig leſen, ſchön und gelau⸗ ſi ſchreiben und rechnen. Der Prediger ſtand aber doch immer ihnen zu fern, bis Dinchen das Band wurde, das ſie zu Freunden machte. Alles
Lafont die Pfarre zc. J⸗ C


