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aufdecken!« Sie deckte es nicht auf, ſondern ein glühender Purpur verhüllte es noch mehr, und ih⸗ re Wange zugleich. Das Meer rauſchte dazu, und der Abendſtern, der über ſeinem Hauſe in einer ziehenden Wolke ſtand, trat hervor und beleuchte⸗ te mit ſeiner hochzeitlichen keuſchen Fackel den er⸗ ſten Kuß der Liebe, und das leiſe, ſtumme Ent⸗ zücken der Liebenden. Da trat der Mond hinter einer waldigten Inſel hervor, und goß ſein Silber auf die rauſchenden Wellen, und ſie hielten ſich umſchlungen, die treuen Herzen an einander ge⸗
drückt. Da umfing er ſie, ſie ihn, und, ſo um⸗
ſchlungen, gingen ſie weiter, und mit jedem S Schritt
ſagten ſie:»Nun biſt du mein! Nun trennt uns nichts mehr!«
Er pochte leiſe an der Thüre, und Marie
öffnete.
»Hier, meine gute Marie, bringe ich dir
meine geliebte Frau!« Marie weinte nur; aber
ſie hohlte das Kind mit ſchneller Eile, ſi ſich ſelbſt vergeſſend, und legte es in Dinens Arme.»Gott gab es uns, wir geben es der Mutter!« Der Kna⸗ be ſchlang die kleinen Arme um den Hals der jun⸗ gen Frau. Der Pudel bellte und ſprang vor Freu⸗
den. Die junge Frau, von einer ſchönen Ahnung
ergriffen, drückte das Kind an ihre ſchamhaft⸗ be⸗ wegte Bruſt.
Marie führte die junge Fraut in dem Hauſe umber, das ſie mit Dinens Ausſteuer ſo viel


