— 40— das Kind dem Deichgrafen geben, als ſe dir von dieſer Minute an uberlaſſen.« Er rief Dinen. Sie⸗ trat weinend in’s Zimmer.— »Dine« ſagte er— vich kann dir nichts hin⸗ terlaſſen, als meine Liebe, meinen Segen, und mein letztes Gebeth für dich zu Gott! Jene Frau —„er ſchwieg, und druckte die Hand auf die Au⸗ gen.»O Hinm mel, Himmel!« rief er—»haſt du den Hefen, den bitterſten Hefen des Unglücks denn bis auf meine letzte Stunde geſpart? Soll die Hand meines Weibes, das mein Leben zu einem Eden machte, hart mein ſterbendes Auge zudrücken? O ſoll ich noch haſſenmüſſen, die ich ewig keben muß! Frau, ich muß reden,« rief er laut und majeſtätiſch— »ich muß, ſo höre, und Gott höre meine Worte!«
»Du mußt mich lieben, Vater!» rief die wei⸗
nende Frau, und warf ſi ſich an ſeine Bruſt.„»Lie⸗ ben ſollſt du mich! Du ſollſt mich noch im Tode ſegnen. Dine ſoll, ſo lange ich lebe, mein Kind ſeyn, nnd, ſterbe ich, Kindes Theil haben. Sie
ſoll heirathen, wen ſie will, und ſie ſoll mich nur
lieben, und du ſollſt mich lieben.«
Da warf Dine ſich in ihrer Aeltern Umar⸗ mung, und rief, freudig⸗weinend:»Mutter, ich will dem Deichgrafen meine Hand geben, und gern!
recht gern! Gott wird ja unſre Herzen beruhigen! k.
O glauben ſie mir, gütige Mutter!« 4*
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»Dem Deich grafen nicht/ gewiß ioe dim


