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freundlich. Gott wird dein ſchönes Herz und uns Alle beruhigen.« 7
Sie wurden beyde ruhiger, nur nicht die Mut⸗ ter. Sie hatte dem Deichgrafen ihr Wort gege⸗ ben, daß Eberhardine ſein werden ſollte; ſie hatte auf des Madchens Freundlichkeit gegen ihn gerechnet. Ach, es lag noch etwas in ihrem Her⸗ zen, was ſie nicht ſagen mochte! Sie fürchtete,
daß ihr Mann, der ſeine Nichte unbeſchreiblich
liebte, ſie, wenn ſie bey ſeinem Tode noch nicht verheirathet wäre, im Teſtament zu gut bedenken würde. Sie war Mutter, und ihre Kinder waren Alle arm. Deſto heftiger beſtand ſie darauf, daß Dine Deichgraͤfinn werden ſollte.
Da ihr Mann jetzt mit Ernſt darauf drang⸗ Dine ſollte ihren freyen Willen haben, da brach die Frau los:
„Was ſoll aus ihr werden, wenn du ſtirbſt?
nige entziehen, was wir nachlaſſen koͤnnen, oder ſoll deiner Schweſter Tochter eine Bettlerinn wer⸗ den 2X—
„»Halt! rief der Alte— halt! O ich dachte,
du waͤrſt längſt von deinem alten Erbfehler, dem
Geitz, geheilt, Mutter! Das alſo iſt's? Da alſo ſteckts? Darum alſo ſoll das züchtige, unſchuldige
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Sag, Vater! Soll ſie meinen Kindern das We⸗
Maͤdchen in die glühenden Arme des Molochs ge⸗
worfen werden, damit deine Kinder— es ſind
auch meine Kinder, Frau! nein, lieber wollte ich


