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Die Mutter war oben, und packte weinend wieder zuſammen, was ſie zu Dinens Ausſteuer hervor⸗ gehohlt hatte. Vater und Tochter waren allein.
»Sag mir, mein Töchterchen, iſt es dir un⸗ möglich, daß du dem Deichgrafen deine Hand gibſt?«*
»Es ſcheint mir ſo,« ſagte ſie, die Augen nie⸗ derſchlagend und wieder erröthend.
»Faſt kommt mir's vor, Dinchen, als haͤt⸗ teſt du ein Geheimniß in deinem Herzen, das du vielleicht ſelbſt nicht kennſt.«
Die Hand, die der Alte in ſeiner hielt, fin an zu zittern.»Du liebſt einen Mann! Erröthe nur, liebes Dinchen, aber ſchame dich der rein⸗ ſten und ſchönſten Empfindung des Lebens nicht! Sieh, mein Kind; mir kannſt du alles vertrauen; denn ich verſpreche dir, ich will dein Geheimniß mit in mein Grab nehmen.«
Da legte Dine ihren Mund nahe an das Ohr ihres Oheims, und ſagte kaum hörbar mit zit⸗ ternder Stimme: vja, ich liebe, theurer Vater! Hab ich gefehlt, ſo—
»Mit nichten, liebes Kind, und faſt erra⸗ the ich, wen dein unſchuldiges Herz liebt, den Mann, der mit in unſerm Stammbaume ſteht, unſern Nachbar aus Holm.« Din chen drück⸗ te die erblaßende kalte Wange an des Oheims war⸗
me Wange; aber die Gluth, die nachkam und
die Thraͤnen, die an des Vaters Wange nieder⸗


