———
— 35—
mehr! Ich weiß! Hier in dieſem Herzen bronnten—
die Flammen der Leidenſchaft auch. un. ſle w uß⸗ ten, daß der Deichgraf.«—
»Ich ſah s.« »Sahen Sie, Herr,« fuhr der Alte kräftig gegen Braune auf—»Sahen ſie auch, daß
ſich Dinens Herz Ihnen gewaltig zuneigte?«
»Ich ſah's!« ſagte Braune mit leiſer, be⸗ bender Stimme.
»Herr des Himmels!« rief der Alte gewaltig. —»Der du dieſes Herz ſo ſtark machteſt, du haſt
Lohn für Opfer!«
»Kann ich jetzt reden?« fragte Braune.
Nein,« ſagte der Alte nach langem Zögern. Da exhob ſich der Alte aus dem Lehnſtuhle, faltete die Hände zuſammen, ſah ſeinen jungen Freund ſtarr an, und fragte mit zitternder Stimme—
»und hoffen ſie jetzt 2«
»Nein, Vater! nein!« rief Braune laut, und faltete die Haͤnde über des Alten Hande. »Jetzt nicht, Braune, da Dine ſich er⸗
klärt hat? Hoffen ſie jetzt nicht, da es Gottes
Wille ſcheint?« „»Nein, ich hoffe nicht la Da ſagte der Alte mit gebrochener Stimme, Thraͤnen in den blitzende Augen:»Verſprich mir, mein Sohn, daß du in meiner Sterbeſtunde mit mir bethen willſt; denn du glaubſt wahrhaft an Gott und an die Ewigkeit!«
—
——


