Teil eines Werkes 
1. Band (1816)
Entstehung
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er lächelte nur bitter beſchloß ſeltener zu kom⸗ men, und hielt Wort. Dine ſelbſt ach, ſie verbarg in der ſtillen Bruſt Schmerz, Liebe und die zerriſſene Hoffnung; aber ſie zürnte nicht ein⸗ mahl auf den Holmer, daß er ſo kalt war. Sie liebte ihn deſto treuer fort, und im lUebermaaß der allerhöchſten Empfindung kam ſie doch nie auf den Entſchluß, kälter gegen ihm zu ſcheinen, als ſie war, oder gar ihm mit einer anſcheinenden Ver⸗ traulichkeit gegen den Deichgrafen zu vergelten. O du großmüthiges Herz! 4

Der Deichgraf breitete ſelbſt ſeine nahe Ver⸗ lobung mit der ſchönen Dine aus.

Er ließ Möblen machen. Die Gegend war voll von dem Gerücht. Marie erzählte es ihrem Herrn, und Braun blieb weg von ſeinem Freun⸗ de. Er hatte Dinens Profil. Er ließ noch ein⸗ mahl den Schatten an die Wand fallen, ſah ihn lange an, ſagte langſam mit zwey Thränen in den Augen:»Leb' auch du wohl, du letzte Hoffnung!« und dann zerſchnitt er die ſchönen Züge ſanft und langſam, und ſetzte wehmüthig hinzu»ich habe ja nur der Parze Amt übernommen. Und ſo bin ich glüͤcklicher als alle; denn die Parze findet nichts mehr zu ſpinnen an dieſem Leben, und nichts zu zerſchneiden.«

Er ſammelte die Stücken des Profils.»Nein, ich will ſie nicht zuſammenlegen; denn ſie iſt eines

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