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die Frömmigkeit, die weibliche Sittſamkeit zur Wehre.»Nein!« rief ſie—»wenn Sie mich ein wenig lieben, Mutter, ſo reden Sie nie mehr ein Wort davon!«
Die Mutter wiederhohlte ihre Gründe noch einmahl ruhig; aber ausführlicher mit der ange⸗ hängten Frage:»was ſoll aus dir werden? Wo⸗ hin willſt du? Wohin kannſt du?«
»Zu Gott kann ich, darf ich la rief Din e, und hob gefaltet die Haͤnde zum Himmel. »Gut!« ſagte die Mutter, gar nicht dringend.
—»Gut, Kind! Du haſt zu entſcheiden; nicht wir! Aber überlegen ſollſt du ruhig für dich. Das
darf der Mann von dem Maädchen fordern; fordern darf er, Kind, daß er ſo lange in dem Hauſe aus und eingehe, damit das Maͤdchen Zeit habe, ihn zu prüfen, bis du nein oder ja ſagſt.«
»O von Herzen gern, Mutter!« rief Dine ihre Haͤnde küſſend.
Da kam der Deichgraf, da ging er. Dine
mußte ihre Mutter auf dem Spaziergange begleiten, und der Deichgraf ging mit ihnen. Der ehrwürdige Vater ſah ihnen mit gefurch⸗ ter Stirne nach, ſchüttelte den Kopf, und ſagte für ſich:„haud placet.“ Dann hob er laut und feyerlich an, die Hand hinter ſeine Frau herſtre⸗ ckend:—»Was waͤren wir doch ohne Gottes Hand, lieber Amtsbruder?« Aber der Amtsbruder hatte


